Geschichte seit 1932

Steuerberatung Winner

Am 1. Dezember 1932, also vor mehr als 90 Jahren, hat Wilhelm Winner in Bruck den Grundstein für die Kanzlei Winner gelegt und ein Büro für „Buchhaltungs-, Organisations- und Vervielfältigungsarbeiten“ gegründet.

Heute verbindet die Kanzlei Winner mehr als neun Jahrzehnte Erfahrung mit aktuellem Fachwissen und zukunftsorientierter Beratung. Die Werte, die bereits Wilhelm Winner geprägt haben – Innovationsgeist, Verlässlichkeit, unternehmerisches Denken und persönlicher Einsatz für die Mandanten – bilden bis heute das Fundament unseres Handelns und unserer langfristigen Partnerschaften.

Die Gründung

Die Wurzeln unserer Kanzlei reichen bis in das Jahr 1932 zurück. Gegründet wurde sie von Wilhelm Winner (* 1905 – † 1991), einem Pionier des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens und der Steuerberatung im inneralpinen Raum.

Wilhelm Winner wurde am 15. Mai 1905 in Hinterglemm geboren. Nach seiner Schulzeit in Kleinarl und Salzburg absolvierte er von 1920 bis 1923 die Fachschule für Holz- und Steinbearbeitung in Hallein. In einer wirtschaftlich schwierigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg sammelte er erste Berufserfahrungen und trat 1926 in ein Sägewerk in Niedernsill ein. Dort übernahm er die Aufgabe eines Buchhalters – obwohl er auf diesem Gebiet zunächst keine Ausbildung besaß. Mit außergewöhnlichem Ehrgeiz eignete er sich das erforderliche Wissen durch Selbststudium an und beschäftigte sich intensiv mit modernen betriebswirtschaftlichen Methoden und Organisationsformen.

1927: Erkenntnisse zur modernen Buchhaltung und Organisation

Ein entscheidender Wendepunkt war ein Fachmessebesuch in Wien im Jahr 1927. Die dort gewonnenen Erkenntnisse über moderne Buchhaltungs- und Organisationssysteme setzte er unmittelbar in die Praxis um. Bereits 1928 führte er im Sägewerk Hutter eine für die damalige Zeit revolutionäre Durchschreibebuchhaltung ein. Sein Interesse an effizienter Unternehmensorganisation und seine Innovationsfreude sollten den weiteren Verlauf seiner beruflichen Laufbahn prägen.

1932: Gründung der Kanzlei Winner

Mitten in der Weltwirtschaftskrise fasste Wilhelm Winner im Jahr 1932 einen mutigen Entschluss: Er gab seine sichere Anstellung auf und machte sich als selbstständiger Berater für Rechnungswesen und betriebliche Organisation selbstständig. Am 1. Dezember 1932 nahm er seine Tätigkeit in Bruck an der Großglocknerstraße auf – dieses Datum gilt als Gründungsstichtag der heutigen Kanzlei. Damals war seine Tätigkeit völlig neuartig, sodass es für sein Berufsbild noch keine passende gewerbliche Einordnung gab. Dennoch erkannte er früh den steigenden Bedarf an professioneller Unternehmensorganisation und unterstützte Betriebe bei der Einführung geordneter Rechnungswesen-Systeme.

Mit großem persönlichem Einsatz bereiste er Unternehmen im Pinzgau, Pongau und Tirol, warb für die Vorteile einer strukturierten Buchhaltung und entwickelte sogar eigene Organisationsmittel und Büroeinrichtungen. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg hatte er rund 300 Betriebe bei der Einführung eines modernen Rechnungswesens begleitet und galt damit als einer der ersten selbstständigen Berater für Rechnungswesen in den inneralpinen Regionen Österreichs.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 und den damit verbundenen umfassenden Änderungen im Steuerrecht gewann die steuerliche Beratung zunehmend an Bedeutung. Wilhelm Winner gehörte zu den ersten anerkannten Fachleuten, die Unternehmen bei der Bewältigung der neuen gesetzlichen Anforderungen unterstützten. Während der Kriegsjahre wurde die Kanzlei unter schwierigen Bedingungen von seiner Ehefrau Emma Winner weitergeführt, während Wilhelm Winner Militärdienst leisten musste. Nach seiner Rückkehr aus Krieg und Gefangenschaft im November 1945 begann er sofort mit dem Wiederaufbau und der Weiterentwicklung der Kanzlei.

In den Nachkriegsjahren entwickelte sich die Steuerberatung zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Leistungsangebots. Trotz wirtschaftlich herausfordernder Rahmenbedingungen gelang es Wilhelm Winner, die Kanzlei kontinuierlich auszubauen. Das Büro befand sich zunächst im Wohnhaus der Familie in Maishofen und wurde mit großem persönlichem Einsatz geführt. Seine hohe fachliche Kompetenz, sein Organisationstalent und sein enger Kontakt zu den Mandanten legten den Grundstein für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens.

Die zweite Generation – Dr. Walter Winner

Mit dem Eintritt seines Sohnes Dr. Walter Winner im Jahr 1961 begann die zweite Generation der Kanzleigeschichte. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck und der erfolgreichen Ablegung der Steuerberaterprüfung trat er in die Kanzlei seines Vaters ein. Gemeinsam bauten Vater und Sohn das Unternehmen kontinuierlich aus und entwickelten das Leistungsangebot entsprechend den wachsenden Anforderungen der Wirtschaft weiter.

Die starke wirtschaftliche Entwicklung Österreichs führte auch zu einem kontinuierlichen Wachstum der Kanzlei. Neue Mandanten, zusätzliche Mitarbeiter und ein erweitertes Leistungsspektrum machten größere Räumlichkeiten notwendig. Ein wichtiger Meilenstein war die Übersiedlung des Unternehmens nach Zell am See im Jahr 1969, wo ein modernes Kanzleigebäude errichtet wurde. Von dort aus entwickelte sich die Kanzlei zunehmend überregional und betreute neben Unternehmen aus Handel, Tourismus und Handwerk auch Industriebetriebe und Organisationen in ganz Österreich.

Mit dem Ruhestand von Wilhelm Winner im Jahr 1971 ging die Verantwortung vollständig an die zweite Generation über. Die Kanzlei setzte ihren erfolgreichen Wachstumskurs fort und etablierte sich als verlässlicher Partner für Unternehmen verschiedenster Branchen.

Die dritte Generation – Dr. Martin Winner

Mit dem Eintritt von Dr. Martin Winner wurde die erfolgreiche Entwicklung der Kanzlei in dritter Generation fortgeführt. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Revisions- und Treuhandwesen, betriebswirtschaftliche Steuerlehre sowie Finanzrecht legte er den Grundstein für seine spätere Tätigkeit in der Steuerberatung.

Bereits während des Studiums sammelte er wertvolle internationale Erfahrungen und vertiefte sein Fachwissen auch auf wissenschaftlicher Ebene. Seine Diplomarbeit zum Thema Privatstiftungen wurde von einem Wissenschaftsverlag veröffentlicht und unterstreicht seine frühe Spezialisierung im Bereich des Steuer- und Unternehmensrechts.

Nach Abschluss seines Studiums begann Dr. Mag. Martin Winner seine berufliche Laufbahn bei der renommierten Wirtschaftstreuhandkanzlei BDO Auxilia Treuhand in Wien. Dort war er als Revisionsassistent tätig und konnte umfassende Erfahrungen sowohl in der nationalen und internationalen Beratung als auch in der Wirtschaftsprüfung sammeln. Anschließend absolvierte er die Berufsausbildung zum Steuerberater und legte erfolgreich die Steuerberaterprüfung ab.

Seit September 2001 ist Dr. Martin Winner Teil der Geschäftsleitung der Winner Steuerberatung KG und gestaltet die strategische Weiterentwicklung der Kanzlei. Unter seiner Mitwirkung wurde die Tradition persönlicher Betreuung mit modernen Beratungsansätzen und digitalen Lösungen verbunden.

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